Niagara Fälle, Kanada

Nach einem 160 km Tag habe ich gestern mein letztes großes Ziel in Kanada erreicht: die Niagara Fälle. Ist schon beeindruckend wie sich die Wassermassen in die Tiefe Stürzen.   Ausserhalb der Stadt ‚Niagara Falls‘ führt der Weg durch Wälder und entlang einiger Parks. Es hat Spaß gemacht sich ‚den Fällen‘ langsam zu nähern.   Die Stadt selbst ist eine kleine Version von ‚Las Vegas‘ mit Casino, Riesenrad, unzähligen Shows, Geisterbahnen und Fast Food Restaurants.   Morgen geht es dann endgültig in die USA. New York City ich komme!

Montreal, Kanada

Die erste amerikanische Metropole auf meinem Weg. Im Großraum  Montreal leben ca. vier Millionen Menschen. Eine Besonderheit ist zweifellos die „unterirdische Stadt“, die in ihrem 29km langen Tunnelsystem eine Vielzahl von Cafes, Geschäften und diverse Galerien beherbergt.   Ich verbringe einige sonnige Tage bei heißen Temperaturen am Fuße des 233 Meter hohen ‚Mont Royal‘. Eric, ein alter Freund aus Übach- Palenberg (bei Aachen) hatte mich über meine Webseite kontaktiert und mich in seine Wohnung im Herzen der Stadt eingeladen.

Montreal, Kanada

Die erste amerikanische Metropole auf meinem Weg. Im Großraum Montreal leben ca. vier Millionen Menschen.   Eine Besonderheit ist zweifellos die „unterirdische Stadt“, die in ihrem 29 km langen Tunnelsystem eine Vielzahl von Cafes, Geschäften und diverse Galerien beherbergt.   Ich verbringe einige sonnige Tage bei heißen Temperaturen am Fuße des 233 Meter hohen ‚Mont Royal‘. Eric, ein alter Freund aus Übach- Palenberg (bei Aachen) hatte mich über meine Webseite kontaktiert und mich in seine Wohnung im Herzen der Stadt eingeladen.

Quebec City, Kanada

Ich bin in Quebec und genieße eine kurze Radelpause in dieser quirligen Touristenstadt. Dieses Jahr feiert die Stadt ihren 400sten Geburtstag und ist mit Fahnen und Plakaten geschmückt.   Tagsüber hat der Sommer die Gegend fest in der Hand, aber Nachts ist es immer noch um die Null Grad kalt. In manchen Regionen liegt sogar trotz strahlendem Sonnenschein noch dicker Schnee. In den letzten Tagen bin ich bei 20°C über die kanadischen Highways gesaust. Die Nächte habe ich meist auf ‚out of season‘ geschlossenen Campingplätzen verbracht.   Die Schneeschmelze sorgt entlang des St. Lorenz Stroms für Überschwemmungen und ich musste so manchen Umweg von der schönen Küstenstrasse nehmen. Ich durchquerte die Ausläufer der Appalachen, immer entlang der Kanada- USA Grenze.   Die sonnigen Tage machen das Fahren sehr angenehm und ich habe einen Tagesdurchschnitt von weit über 100 Kilometern.   Die Eishockey WM ist in der Stadt, und ich ließ mir die Gelegenheit nicht entgehen ein Spiel anzusehen.

Schweden – Dänemark   8:1

  … Und dann ist es doch passiert, das Schlimmste was ich mir vorstellen konnte. Ich habe mein Tacho verloren! Immerhin brachte mir dieser Umstand ein Treffen mit Pierre, ein verrückter Kerl der mich mit seinen verschiedenen Fahrrädern mächtig beeindruckt hat.   Ich konnte dafür mit der Rohloff Nabe glänzen, die den Ladenbetrieb für einen Moment still legte.   In seinem Laden hat er sich auch direkt um ein paar Kleinigkeiten an meinem Rad gekümmert. Danke dafür!

Toronto, Kanada

Seit meiner Abreise aus Montreal ist einiges passiert. Es ist total anders gelaufen als ich geplant hatte, viel besser.   Nachdem einigem Suchen habe fand ich die richtige Brücke um Montreal zu verlassen. Sonne, Wind und gute Laune trugen mich über 150 Km weit. In einem staatlichen Park wollte ich mein Zelt aufschlagen. Der offizielle Campingplatz hat 25 Dollar gekostet, einen Preis, den ich für 2×1 Meter Wiese etwas übertrieben finde. Mein Weg führte also einige Meter weiter zu einem herrlichen Sandstrand direkt am St. Jones Fluss.   Um 23 Uhr wurde ich (mal wieder) von Parkrangern geweckt und darauf aufmerksam gemacht dass das Zelten nur auf dem Campingplatz erlaubt ist. Wie aber in jeder dieser Situationen auf meiner Tour, durfte ich nach einer kurzen Erklärung auch diesmal mein Zelt stehen lassen und schlief (mal wieder) sicher unter der Aufsicht des Nachtwächters.   Am nächsten morgen traf ich kurz nach meiner Abfahrt ein älteres Ehepaar die auf einer ein- Wochen- Tour entlang des Flusses waren. Da wir in die gleiche Richtung unterwegs waren, waren wir ab diesem Moment ein Dreierteam. Nach einer Nacht auf einem großen Campingplatz am Flussufer sind wir gemeinsam in die USA eingeradelt. Die Passkontrolle war bei Weitem nicht angenehmer als ich erwartet hatte und nicht einmal unsere Taschen wurden kontrolliert. Es ging also weiter auf der US- Seite und nach einer weitere Nacht in einem staatlichen Park, diesmal ungestört, in strömendem Regen per Fähre zurück nach Kanada.     Nach zweieinhalb Tagen gemeinsamen radelns trennten sich dort unsere Wege. Für mich ging es noch weitere 50 km nach Westen.   Bei dem Versuch hinter einer Kirche zu übernachten, wurde ich von den direkten Nachbarn eingeladen sowohl zu einem Kaffee eingeladen, als auch dazu, mein Nachtlager doch im angrenzenden Garten aufzuschlagen.   Die nächste Nacht verbrachte ich auf einem Campingplatz direkt am Strand. Bei dem Versuch mich einzuschleichen wurde ich von einem Wohnwagenbesitzer angesprochen, der meine Tour so interessant fand, dass er mich zum Abendessen mit seiner Familie im Wohnwagen einlud. Die logische Folge nach einem guten Abendessen… ein gutes Frühstück. [express-image id=’744′ size=’full‘ align=’none‘ link=’file’/] [express-image id=’723′ size=’full‘ align=’none‘ link=’file’/] [express-image id=’706′ size=’full‘ align=’none‘ link=’file’/]

Moncton, Kanada

Jetzt bin ich also in Kanada.   Die Idee kam eher spontan, nachdem ich keine Lust mehr hatte noch einmal vier Wochen auf die Bootspassage zu warten und die Verbindungen nach Grönland nicht vor Juni starten. Von Reykjavik ging es also nach Halifax in Nova Scotia/ Kanada. Während des vierstündigen Fluges überquerten wir u.A. auch Grönland, was gleichzeitig sehr faszinierend und sehr angsteinflößend wirkte. Eine große, weiße Fläche. Hatte bei meinem Abflug gerade der isländische Sommer begonnen, so sah ich mich bei meiner Ankunft dem kanadischen Winter gegenüber, mit -7 °C und Schneefall. Die kanadischen Zollbeamten waren zwar sehr freundlich, nahmen ihren Job aber auch sehr ernst. Jede Tasche wurde komplett ausgepackt und überprüft. Nach mehr als einer Stunde konnte ich mein Fahrrad dann aber doch ohne Probleme durch die Sicherheitsschleuse und auf den amerikanischen Kontinent schieben.

Die ersten Tage in Kanada verlaufen gut, auch wenn ich anmerken muss, dass dem Wind wohl egal ist in welchem Teil dieser Welt ich rumsause. Er ist bereits da.

Die heutige Nacht verbringe ich in meiner ersten Herberge auf kanadischem Boden. Ich denke ich habe mir den besten Startplatz ausgesucht: C’mon Inn Hostel Moncton/ New Brunswick.

Reykjavik, Island

Mit der Rückkehr nach Reykjavik geht auch langsam meine Zeit in Island zu ende.   In der letzten Woche habe ich mein Fahrrad gegen ein Auto eingetauscht und bin, meistens als Beifahrer, um die Insel gefahren (worden). Die Urheberin der Idee heißt Karo. Wir hatten ein paar lustige Tage und haben es locker geschafft alle Touristenatraktion zu besuchen. Mit andauernder Fahrt konnten wir es uns sogar nicht verkneifen, Fotos aus dem fahrenden Auto zu schießen. Im Süden waren wir auf der Suche nach Rosie, eine Engländerin die seit einigen Jahren um die Welt läuft und nun auf den letzten Kilometern nach Hause ist. Leider hat sie sich bei einem Sturz verletzt und musste ins Krankenhaus. Wir haben leider nur ihren Anhänger gefunden.

Hier geht es zu ihrer Homepage

 

Zurück in Reykjavik erwartete mich ein Carepaket aus Deutschland. Jetzt bin ich bereit für den nächsten Schritt. Bereit für Kanada und die USA.

So wie diese Insel ein besonderer Platz im großen Ozean ist, nimmt sie einen besonderen Platz in der Geschichte dieser Reise ein. Einmal mehr bleibt mir nur ein „DANKE“ für die Hilfe, die Freundlichkeit und eine unvergessliche Zeit.

Reykjavik, Island

Ich bin jetzt seit ein paar Tagen in Reykjavik. Der Schnee ist geschmolzen und die warme Sonne kündigt den Frühling an. Ich habe es mit der Hilfe von vielen netten Leuten in der EIMSKIP Zentrale geschafft, auf ein Containerboot zu kommen und der Kapitän hat zugestimmt mich nach Kanada zu bringen. Inzwischen laufen auch die Vorbereitungen bei der Rederei in Deutschland um die notwendigen Papiere zu bekommen. Das Schiff wird Island Anfang Mai verlassen. Ich habe also einige Tage Zeit um mich noch etwas umzusehen. Durch reinen Zufall hat mich auf meiner Suche nach einem geeigneten Schlafplatz eine Französin angesprochen die hier lebt. Sie hat mich eingeladen erstmal in ihrer WG zu bleiben. Wiedermal kann ich meinen Wohltätern gar nicht genug dafür danken.   Es gibt Fotos von ihren Reisen in Südamerika:   http://www.biking-south.blogspot.com/   http://www.brasiliufarinn.blogspot.com/

Djupivogur, Island

Eingeschneit!

Nachdem wir die Fähre wegen Schnee- Räumarbeiten erst mit stundenlanger Verzögerung verlassen durften, wurde ich erst einmal von den strengen Zollkontrollen überrascht. Der Drogenhund trottete eher gelangweilt an meinem Rad vorbei, und da ich ausser zwei Tütensuppen sowieso nichts mehr zu essen hatte, war ich in drei Minuten durch den Zoll. Einige Autos hatten weniger Glück und wurden komplett durchsucht.

Ich wollte meine erste Nacht in einer Nothütte verbringen, die in einigem Abstand am Straßenrand liegen. Als ich diese nach einiger Zeit erreichte hatte ich jedoch noch so viel Energie dass ich noch 15 Km bis in den nächsten Ort geradelt bin. Mein Material hat die erste Campingnacht im dichten Schneegestöber hervorragend gemeistert.

Nachdem ich am nächsten Tag nach 60Km gegen Mittag den dritten Ort, mein Tagesziel erreichte, bot sich mir ein Bild von ca. 200 Häusern. Nach einigem Überlegen beschloss ich auch diesmal den nächsten Ort anzufahren, der in 70 Km Entfernung lag. Auf den weiteren Kilometern wurde der Schnee langsam weniger, die Strassen wurden wieder sichtbar und die gefährlichen Eisstellen verschwanden. Nach 30 Km (gesamt 90Km) sah ich den Ort am anderen Ufer eines Fjords, etwa 5 Km entfernt. Die Strasse bog ins Landesinnere und der Kampf begann. Starker Wind machte mir das versuchte mich von der Strasse zu drücken. Und als das nicht klappte, tauchten plötzlich wieder große Felder vereister Fahrbahn vor mir auf. Seitenwind und vereiste Strassen sind eine gefährliche Kombination und ich musste einige Male vom Rad steigen, weil ich keine Chance hatte gegen den Wind zu lenken oder mich gar gegen ihn zu legen. Jede Bewegung hatte gefährliches Rutschen zur Folge. Während der gesamten Fahrt konnte ich beobachten wie sich die Strasse auf der anderen Seite des Ufers an den Bergausläufern lang schlängelte. Nachdem ich das Ende dieses Fjords erreicht hätte, müsste ich ja diese parallel gelegene Strecke wieder zurück fahren müssen. Mit der Zeit überkam mich Erschöpfung, was in diesem Fall durch den hohen Grad an Konzentration verursacht wurde.

Für die letzten 10Km habe ich fast zwei Stunden gebraucht und rollte mit großer Erleichterung in den Ort.

Mein erster Halt war die große Wiese des örtlichen Campingplatzes, der natürlich um diese Jahreszeit noch geschlossen hatte. Es war trotzdem angenehm hier zu übernachten.

Als ich heute morgen aufgewacht bin, waren über 20cm Neuschnee gefallen. Nach einem Besuch bei der Polizei bestätigte sich meine Befürchtung, dass ich keine Chance habe, die weiteren 100 Km hinter mich zu bringen. Ausser ein paar Bauernhöfen gibt es auf der Strecke keinerlei Ansiedlungen. Ich habe also den Vormittag im örtlichen Schwimmbad verbracht.

Morgen geht es dann weiter. Vielleicht.

Torshavn, Faröer Inseln

Ich habe in Bergen, eher durch Zufall, doch noch ein Ticket für die Ostersonntag- Fähre auf die Faröers bekommen. Wegen Sturm hatte das Schiff bereits bei der Abfahrt über drei Stunden Verspätung. Bei der Ankunft standen +7 Stunden auf der Uhr. Die Überfahrt war um einiges schlimmer als vor ein paar Wochen nach Aberdeen. Anders als auf der Schottland Fahrt, ging es mir während der ganzen Fahrt hervorragend. Ich habe mir sogar das, wegen Verspätung freie Mittagessen gleich zweimal geben lassen.

In meiner Kabine habe ich mich wie in der dritten Klasse der Titanic gefühlt. Der Weg dorthin führte über eine schmale Treppe, an den Auto- und LKW- Decks vorbei bis tief in den Schiffsbauch und ebenfalls tief unter die Wasseroberfläche. Es ging durch zwei schwere Stahlschotts, die sich über einen Druckhebel mit lautem Warngeräusch und gelbem Blinklicht geöffnet und geschlossen haben. Mein neun- Pritschen Zimmer hatte die Abmessungen von 3x 3 Metern und es ist bestimmt eine Zweifelhafte Erfahrung bei hohem Seegang in diesem Verschlag zu übernachten. In dieser Nacht war ich der einzige Gast und habe trotz Gewackel geschlafen wie ein Stein.

Torshavn ist die kleinste Hauptstadt der Welt. Hier leben gerade einmal 19.000 Menschen. Die Faröer Inseln gehören zu Dänemark und so ist es auch kein Wunder dass die wenigen Touristen aus dem deutschen Nachbarland kommen und auch die Produkte meist dänischen Ursprungs sind.

Ansonsten gibt es aber keine Gemeinsamkeiten. Die Faröers verfügen über eine eigene Fahne, eine eigene Sprache und ein eigenes Parlament. Es gibt wohl sogar Verhandlungen über eine Unabhängigkeit. Da kann ich nur sagen: FREE FARÖER

 

Der Hauptwirtschaftszweig ist der Fischfang. 97% der Industrie arbeitet im Export von Fischprodukten.

Nachdem ein US Surfermagazin die Faröers als ausgezeichneter Surfspot ausweist, werden im Sommer immer wieder Surfer an den Stränden entdeckt die vor einigen Jahren noch in Hawai und Neuseeland zu finden waren. Bei über 1100 Kilometer Küste bleibt ja auch genug Platz zum Surfen.

Die Mitarbeiter in meiner Herberge haben mir einige Tipps für meine Weiterreise gegeben. Danke für die Hilfe! Nach mehreren Besuchen bei der Ortsansässigen Containerspedition werde ich am Samstag auf ein EIMSKIP- Frachtschiff steigen dass mich nach Island bringt.